Clariant verbessert trotz schwieriger Wirtschaftslage die Profitabilität im ersten Halbjahr 2020


  • Der Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten ging um 5 % in Lokalwährung auf 1,945 Milliarden CHF zurück
  • Die EBITDA-Marge verbesserte sich auf 15,0 % gegenüber einem operativen Ergebnis von 14,9 % im ersten Halbjahr 2019
  • Das Nettoergebnis für den Gesamtkonzern verbesserte sich auf 90 Millionen CHF
  • Der operative Cashflow lag bei 89 Millionen CHF
  • Ausblick: Die Ergebnisse 2020 werden durch die COVID-19-Pandemie beeinträchtigt sein; der Fokus wird daher auf Milderung der Folgen der COVID-19 Pandemie und Cashflow-Generierung liegen

»Im ersten Halbjahr waren unsere fortgeführten Aktivitäten besonders robust und zeichneten sich durch ein starkes Ergebnis in einem zugegebenermassen herausfordernden Umfeld aus. Insbesondere das zweite Quartal war durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie negativ beeinflusst. In dieser schwierigen Wirtschaftslage wiesen unsere fortgeführten Aktivitäten sogar eine Margenverbesserung auf. Das bestätigt eindeutig die Richtigkeit unserer strategischen Entscheidung, uns auf die drei Kerngeschäftsbereiche mit Spezialitäten zu fokussieren«, so Hariolf Kottmann, Executive Chairman ad interim von Clariant. »Trotz der Unwägbarkeiten angesichts der aktuellen Wirtschaftslage ist das Wachstumsprofil unseres Kernportfolios weiterhin ungeschmälert. Wir werden uns auch weiterhin darauf fokussieren, die Auswirkungen dieser Pandemie abzumildern, und setzen das Transformationsprogramm von Clariant fort. Dies wird es Clariant erlauben, überdurchschnittliches Wachstum, höhere Profitabilität und stärkere Cashflow-Generierung zu realisieren.«

Erstes Halbjahr 2020 – Verbesserung der EBITDA-Marge

Muttenz, 30. Juli 2020 – Clariant, ein fokussiertes, nachhaltiges und innovatives Spezialchemieunternehmen, hat heute für das erste Halbjahr 2020 Umsätze aus fortgeführten Aktivitäten in Höhe von 1,945 Milliarden CHF gegenüber 2,229 Milliarden CHF im ersten Halbjahr 2019 bekanntgegeben. Dies entspricht einem Rückgang von 5 % in Lokalwährung aufgrund schwächerer Nachfrage und von 13 % in Schweizer Franken, bedingt durch ungünstige Währungsentwicklungen.

In Folge der COVID-19-Pandemie war der Konzern im ersten Halbjahr 2020 in einigen Segmenten von einer signifikant geringeren Nachfrage betroffen. Daher sind diese Ergebnisse bemerkenswert und unterstreichen, dass die Massnahmen zur Minimierung der Folgen dieser Pandemie in vollem Umfang greifen – basierend auf einer starken Bilanz und Liquiditätsposition. Die Sicherheit der Mitarbeitenden hat für Clariant weiterhin oberste Priorität. Gleichzeitig hat der Konzern Programme zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs aufgesetzt und Massnahmen zur Cashflow-Generierung sowie zur Kosteneinsparung eingeführt.

Im ersten Halbjahr waren der Mittlere Osten und Afrika sowie Asien weiterhin robust, wobei China und Südostasien ein solides Wachstum zeigten. Die Umsätze in Lateinamerika stiegen in Lokalwährung, während in Europa und Nordamerika aufgrund von Nachfragerückgängen in allen Geschäftsbereichen eine signifikantere Abschwächung zu verzeichnen war.

Im ersten Halbjahr 2020 gingen die Umsätze bei Care Chemicals um 6 % in Lokalwährung zurück. Ausschlaggebend hierfür war die wetterbedingt schwächere Nachfrage im Aviation-Geschäft im ersten Quartal, die durch das starke Wachstum bei Consumer Care im zweiten Quartal nicht ausgeglichen werden konnte. Der Umsatz im Geschäftsbereich Catalysis ging angesichts der vorübergehend gedämpften Nachfrage in der chemischen Industrie um 4 % in Lokalwährung zurück, wobei im zweiten Quartal Verbesserungen gegenüber dem ersten Quartal zu verzeichnen waren. Natural Resources war beeinträchtigt durch die abgeschwächte Nachfrage in Endmärkten und die Tatsache, dass die Volumina bei Oil and Mining Services insbesondere im zweiten Quartal unter Druck standen. Dies führte im ersten Halbjahr 2020 zu einem Umsatzrückgang von 5 % in Lokalwährung.

Als Konsequenz dieser wirtschaftlichen Entwicklung wird Clariant ihr Effizienzprogramm, das ursprünglich im Februar 2020 bekanntgegeben wurde, weiterführen. Wie bereits angekündigt, werden diese Massnahmen bei den fortgeführten Geschäftsaktivitäten in den nächsten zwei Jahren zu einem Belegschaftsabbau von ca. 600 Stellen sowie einer Reduktion der Kostenbasis von über 50 Millionen CHF führen. Für die Kosten im Zusammenhang mit diesem Programm wurde im zweiten Quartal 2020 in den fortgeführten Geschäftsbereichen eine entsprechende Rückstellung in einer Gesamthöhe von 58 Millionen CHF vorgenommen. Die Ergebnisse des zweiten Quartals beinhalten ebenfalls die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 55 Millionen CHF auf Corporate-Level durch die Auflösung des Überschusses der 2019 vorgenommenen Rückstellung von 231 Millionen CHF für die wettbewerbsrechtliche Untersuchung durch die Europäische Kommission – hier war gegen Clariant im Juli 2020 eine Geldbusse von 156 Millionen EUR verhängt worden.

Das EBITDA aus fortgeführten Aktivitäten stieg auf 292 Millionen CHF und die Geschäfte haben die zugrundeliegenden Margen trotz einer schwächeren Umsatzentwicklung erfolgreich behauptet. Die EBITDA-Marge verbesserte sich von 14,9 % im Vorjahr (berichtet wurden 4,6 %) auf 15,0 % ohne Berücksichtigung der einmaligen Rückstellung von 231 Millionen CHF, die im zweiten Quartal 2019 verbucht wurde. Ohne Berücksichtigung der Rückstellung für das Effizienzprogramm stieg die zugrundeliegende Profitabilität bei Care Chemicals aufgrund eines höheren Umsatzanteils von Consumer Care. Die zugrundeliegenden Margen bei Natural Resources verbesserten sich als Folge der stringenten Implementierung der Massnahmen zur Kostenkontrolle in allen drei Geschäftseinheiten. Die EBITDA-Marge bei Catalysis sank als Folge geringerer Volumina, die zurückzuführen waren auf die zeitliche Planung von Projekten, die sich im zweiten Quartal positiver entwickelt haben.

Das Nettoergebnis des Gesamtkonzerns stieg auf 90 Millionen CHF gegenüber einem Verlust von 101 Millionen CHF im ersten Halbjahr 2019. Ohne Berücksichtigung der oben genannten einmaligen Rückstellung von 231 Millionen CHF war das Nettoergebnis im ersten Halbjahr 2020 um 31 % geringer als im Vorjahr. Ursächlich hierfür waren der volumenbedingt schwächere absolute Gewinn und negative Währungseffekte.

Der operative Cashflow des Gesamtkonzerns, der im ersten Halbjahr normalerweise geringer ist, sank – trotz einer beträchtlichen Verbesserung im zweiten Quartal – im Vergleich zum Vorjahreswert von 113 Millionen CHF auf 89 Millionen CHF. Dies ist hauptsächlich zurückzuführen auf den Zeitpunkt der Anpassungen beim Nettoumlaufvermögen während des Verlaufs der COVID-19-Pandemie.

Die Nettoschulden des Gesamtkonzerns stiegen von 1,372 Milliarden CHF zum Jahresende 2019 auf 1,426 Milliarden CHF und folgten damit dem normalen saisonbedingten Cashflow-Muster.

Zweites Quartal 2020 – Bemerkenswerte Verbesserung der zugrundeliegenden Profitabilität trotz schwächerer Umsatzentwicklung

Im zweiten Quartal 2020 sanken die Umsätze aus fortgeführten Aktivitäten um 4 % in Lokalwährung auf 926 Millionen CHF. Dies entspricht einem Rückgang von 13 % in Schweizer Franken, bedingt durch ungünstige Währungseffekte. Das robuste Wachstum im Consumer-Care-Geschäft von Care Chemicals hat die schwächeren Umsätze bei Natural Resources teilweise kompensiert.

Regional gesehen, hat das starke Wachstum in China den Rückgang in anderen Teilen der Region kompensiert, so dass in Asien insgesamt eine nahezu flache Entwicklung festzustellen war. In Lateinamerika stiegen die Umsätze in Lokalwährung im zweistelligen Bereich. Die Umsätze in Europa gingen im einstelligen Bereich zurück, dicht gefolgt vom Mittleren Osten und von Afrika, während der stärker ausgeprägte Rückgang in Nordamerika weitgehend auf rückläufige Volumina bei Natural Resources zurückzuführen ist.

Im zweiten Quartal stiegen die Umsätze bei Care Chemicals um 3 % in Lokalwährung, gestützt durch ein zweistelliges Wachstum bei Consumer Care. Die Umsatzentwicklung bei Catalysis schwächte sich nur geringfügig um 2 % ab, wobei das Ergebnis des ersten Quartals 2020 übertroffen wurde. Die Umsätze bei Natural Resources sanken um 11 % in Lokalwährung. Ursächlich hierfür waren geringere Volumina bei Oil Services und die schwächere Nachfrage bei Functional Minerals und Additives.

Das EBITDA aus fortgeführten Aktivitäten stieg auf 135 Millionen CHF und eine entsprechende Marge von 14,6 %. Dies ist eine Verbesserung gegenüber dem Wert von 14,0 % im Vorjahr – ohne Berücksichtigung des oben genannten Effekts der einmaligen Rückstellung, die im zweiten Quartal 2019 verbucht wurde. Ohne Berücksichtigung der Rückstellung für das Effizienzprogramm legte die zugrundeliegende Profitabilität bei Care Chemicals aufgrund des starken Margen-Managements, basierend auf dem starken Umsatzwachstum bei Consumer Care, signifikant zu, und auch bei Catalysis aufgrund eines höheren Umsatzanteils von Petrochemicals. Bei Natural Resources ist die Reduktion der zugrundeliegenden Marge zurückzuführen auf geringere Volumina in den besonders von COVID-19 betroffenen Segmenten, wie etwa dem Öl- und Automobilsektor. Dies konnte durch interne Massnahmen zur Ergebnisverbesserung nicht vollständig kompensiert werden.

Nicht fortgeführte Aktivitäten

Im ersten Halbjahr 2020 ging der Umsatz bei nicht fortgeführten Aktivitäten (Masterbatches und Pigments) um 9 % in Lokalwährung und um 15 % in Schweizer Franken zurück. Im direkten Vergleich und ohne Einbeziehung der im ersten Halbjahr 2019 durch Healthcare Packaging erzielten Umsätze, da dieses Geschäft im Oktober 2019 veräussert wurde, gaben die Umsätze in Lokalwährung allerdings nur geringfügig um 3 % nach. Im zweiten Quartal waren die Umsätze im direkten Vergleich um 4 % in Lokalwährung trotz der schwachen Wirtschaftslage und um 13 % in Schweizer Franken geringer, was auf ungünstige Währungsschwankungen zurückzuführen ist.

Das EBITDA im ersten Halbjahr 2020 und im zweiten Quartal ging in absoluten Zahlen zurück, was zum Teil auf den Verkauf des Healthcare-Packaging-Geschäfts und auf Einmalkosten für das Effizienzprogramm bei Pigments sowie die Kosten für die Ausgliederung der nicht fortgeführten Aktivitäten zurückzuführen ist. Das zugrundeliegende operative Ergebnis stieg jedoch in beiden Geschäften als Folge des effektiven Kostenmanagements.

Ausblick – Drittes Quartal wird durch COVID-19 erschwert, während Massnahmen zur Ergebnisverbesserung das Portfolio aufwerten, um mittelfristig überdurchschnittliches Wachstum, höhere Profitabilität und stärkere Cashflow-Generierung zu erzielen

Für das dritte Quartal 2020 erwartet Clariant anhaltend negative Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf Umsatz und Profitabilität. Der Konzern hat rasch Arbeitsgruppen eingerichtet, die zum Ziel haben, die Sicherheit der Mitarbeitenden zu gewährleisten, Städte und Gemeinden zu unterstützen, den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten und die Cashflow-Generierung zu unterstützen. Clariants drei Kerngeschäftsbereiche mit Spezialitäten implementieren Performance-Programme, um in diesen Zeiten robuste Ergebnisse zu generieren und mittelfristig überdurchschnittliches Wachstum, höhere Profitabilität und stärkere Cashflow-Generierung zu erzielen.

Darüber hinaus nimmt der Konzern eine signifikante Neuausrichtung des Portfolios vor – durch die Veräusserung von Healthcare Packaging im Oktober 2019 und den Verkauf von Masterbatches im Juli 2020 – und bereitet die geplante Veräusserung von Pigments vor. Die neu ausgerichtete Clariant wird ein nachhaltiges und innovatives Spezialchemieunternehmen sein, das nach überdurchschnittlichem Wachstum strebt, um eine höhere Profitabilität auf der Grundlage ihrer drei Kerngeschäftsbereiche mit Spezialitäten zu erzielen.

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