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Clariant verschiebt die Veröffentlichung der Ergebnisse für das 4. Quartal / Gesamtjahr 2021

AD-HOC-MITTEILUNG GEMÄSS ART. 53 KR 

  • Verzögerung ausgelöst durch eine Untersuchung von Bilanzierungsfragen in Bezug auf Verbuchung von Rückstellungen und Abgrenzungen in den Geschäftsjahren 2020 und 2021 
  • Untersuchung durch unabhängige Berater ist bereits weit fortgeschritten
  • Vorläufiger Umsatz der fortgeführten Geschäftsbereiche steigt in Lokalwährung  um 15 % auf CHF 4,372 Milliarden im Jahr 2021
  • Nach aktuellen Erkenntnissen geht Clariant davon aus, dass die EBITDA-Marge für die fortgeführten Aktivitäten im Jahr 2021 wie angekündigt zwischen 16 % und 17 % liegen wird 
  • Keine Auswirkungen auf die liquiden Mittel festgestellt 
  • Conrad Keijzer, Chief Executive Officer von Clariant: »Wir untersuchen diese Angelegenheit mit grösster Dringlichkeit und Sorgfalt.« 

MUTTENZ, 14. FEBRUAR 2022 – Clariant, ein fokussiertes, nachhaltiges und innovatives Spezialchemieunternehmen, gab heute bekannt, dass sich die Veröffentlichung der Ergebnisse für das 4. Quartal/Gesamtjahr 2021 aufgrund einer Untersuchung von Bilanzierungsfragen im Zusammenhang mit bestimmten Rückstellungen und Abgrenzungen verzögern wird. Infolgedessen werden die Veröffentlichung des Integrierten Berichts 2021 und die Generalversammlung verschoben.

Die Untersuchung wurde eingeleitet aufgrund von Informationen durch interne Whistleblower, welche das Unternehmen sehr ernst nahm. »Bei Clariant ermutigen wir unsere Mitarbeitenden ihre Meinung zu sagen. Wir schätzen es deshalb sehr, dass wir auf diese Angelegenheit aufmerksam gemacht wurden. Wir untersuchen diesen Sachverhalt mit grösster Dringlichkeit und Sorgfalt«, sagte Conrad Keijzer, Chief Executive Officer von Clariant.

Die Untersuchung konzentriert sich auf Buchungen bestimmter Rückstellungen und Abgrenzungen. Es wird geprüft, ob Mitarbeitende diese Rückstellungen und Abgrenzungen falsch gebucht haben, um die Ergebnisse des Unternehmens so zu steuern, dass interne und externe Ziele erreicht werden. 

Das Unternehmen hat unabhängige Berater und externe Anwälte (Deloitte und Gibson, Dunn & Crutcher) mit der Untersuchung beauftragt. Die untersuchten Zeiträume betreffen die bereits veröffentlichten Jahres- und Halbjahresabschlüsse sowie die Quartalsberichterstattung des Unternehmens für die Jahre 2020 und 2021. 

Als Ergebnis dieser laufenden Untersuchung und auf der Grundlage des derzeitigen Kenntnisstands könnte Clariant angehalten sein, zuvor veröffentlichte Finanzberichte anzupassen. Dies betrifft den Jahresabschluss für das am 31. Dezember 2020 endende Geschäftsjahr, die Halbjahresabschlüsse für die am 30. Juni 2020 und 30. Juni 2021 endenden Zeiträume sowie die Quartalsberichterstattung für die Jahre 2020 und 2021. Zum jetzigen Zeitpunkt ist unklar, ob sich diese Problematik auch auf Abrechnungszeiträume vor 2020 erstreckt. 

Die Untersuchung ist bereits weit fortgeschritten. Um die Angelegenheit sorgfältig und umfassend zu prüfen und die Untersuchung mit allen erforderlichen Zusicherungen abzuschliessen, ist es notwendig geworden die Veröffentlichung der Ergebnisse des vierten Quartals/Gesamtjahres 2021 und des Integrierten Berichts 2021 zu verschieben.  

Basierend auf den Informationen, die dem Management heute zur Verfügung stehen, erwartet Clariant für das Jahr 2021 folgende Finanzergebnisse: Vorläufiger Umsatz aus fortgeführten Geschäftsbereichen in Höhe von 4,372 Milliarden CHF, was einer Steigerung von 15 % in Lokalwährung und 13 % in Schweizer Franken entspricht. Desweiteren rechnet Clariant damit, dass die am 28. Oktober 2021 prognostizierte EBITDA-Marge für die fortgeführten Geschäftsbereiche von 16 % bis 17 % erreicht wird. Es wird nicht erwartet, dass die Ergebnisse der Untersuchung Auswirkungen auf die in den Berichtsjahren ausgewiesenen liquiden Mittel haben werden. 

Clariant setzt alle notwendigen Ressourcen ein, um die Untersuchung abzuschliessen. Das Unternehmen wird zu gegebener Zeit die Ergebnisse für das 4. Quartal/Gesamtjahr 2021 kommunizieren, den Integrierten Bericht 2021 veröffentlichen und einen neuen Termin für die Generalversammlung festlegen. 

»Wir werden der Sache auf den Grund gehen und unsere Kontrollen und Prozesse verbessern. Gleichzeitig wollen wir unsere Kultur weiter stärken, die als Teil unserer Strategie auf den höchsten ethischen Standards aufbaut«, sagte Conrad Keijzer, Chief Executive Officer von Clariant.